Ein Verwandter seit langem über 20 Jahre Trocken und Rentner, war ein Exelenter Auto Lackierer, hat in seiner Freizeit unser Auto praktisch in der Garage zweifarbig Lackiert.
Er fing aber immer erst an , wenn er zwei Flaschen Bier 0,5 l intus hatte. Er hatte überall gebunkert.
Regio Gruppe Schwerin
Ein Leben ohne Freunde ist wie eine weite Reise ohne Gasthäuser (Demokrit)
Das Vorliegen eines Alkoholabusus heißt nicht zwangsläufig, dass der Patient/die Patientin die Fähigkeit zur Abstinenz schon eingebüßt hat.
Die psychische und physische Abhängigkeit von Alkohol bezeichnet man demgegenüber als Alkoholsucht.

Diese beiden Begrifflichkeiten sollte man nicht durcheinanderwerfen.
ich habe bei einer mir gut  bekannten Frau den Verdacht, durch ihr Verhalten , ihr Aussehen,
Sie isst fast nix mehr, raucht sehr viel, zittert ( Hände) ist  teilweise hyperaktiv , erzählt alles 5 mal, wird,hektisch und laut. in letzter Zeit fällt sie auch öfters hin, das Gesicht ist aufgedunsen, teilweise rot,
bauch wie schwanger...ich weiss nicht was ich tun soll, weil,ich denke der Familie müsste das doch auch auffallen oder sehe ich schon Gespenster ?  
Ist nicht der Alkoholabusus schon der erste grosse Schritt in Richtung Sucht?
Braucht jemand jeden Abend sein Fläschchen, ist doch evtl. schon eine Abhängigkeit gegeben.
@gelika Das kann ein Zeichen für vermehrten Aklkoholkonsum sein, muss aber nicht. Frage dich, was du bzw. diejenige davon hat, wenn du die Verwandten drauf ansprichst, bevor du handelst.
Nein ich spreche sie nicht drauf an, ich habe nichts davon, es tut mir nur leid um eine
junge Frau von 33 Jahren, die mit irgendwas scheinbar nicht klar kommt.
Ich werde es beobachten weiterhin und wenn es sich irgendwie bestätigt werde ich
mit ihr sprechen.
Gelika ...

Du kannst zu dieser Frau ja sagen, dass Du das Gefühl hast, dass es ihr nicht so gut geht und ob Du ihr evtl. irgendwie helfen kannst.

Dann siehst Du ja, wie sie reagiert.

AK
Im Sportverein hatte ich eine Kollegin, eine junge Frau, trockene Alkoholikerin.
Ihr sehnlichster Wunsch ging nach der Hochzeit in Erfüllung. Was niemand aufgrund der Vorerkrankungen für möglich gehalten hatte, trat ein, sie wurde schwanger und bekam einen gesunden Jungen. Sie war happy, wie wir glaubten. Rückfall.
Nach vielen Versuchen, doch wieder trocken zu werden, hat der Alkohol ihr Leben beendet.

Sie hatte jeden Rückhalt, den man sich vorstellen kann.
Sie wurde 42 Jahre alt, ihr Sohn war 5, als sie starb.

Sie ist immer wieder daran gescheitert, dass Gefühl zu haben, nicht perfekt zu sein.



Mir ist heute beim Lesen des Redaktionsblogs aufgefallen, dass auch dort der Rat gegeben wurde, dass nach ein oder zwei Glas Glühwein Hemmungen fallen können und man leichter auf andere zugeht.
Alkohol ist nicht nur eine legale Droge, sondern sie ist absolut gesellschaftintigriert.
Stimmt Cloudy, viele Menschen sind nach dem Genuss von ein zwei Gläsern Alkohol lockerer und die Hemmungen fallen.
Ich konnte das sehr gut beobachten, da ich jahrzentelang im Gastgewerbe tätig war und da erlebt man oft sein wahres Wunder. Auch ich habe viel getrunken, wurde aber Gott sei Dank nicht süchtig.

Das Leben mit einem Alkoholkranken ist ein auf und nieder (in meinen Augen). Ich bemerkte erst nach ca. 2 Jahren zusammenleben, das mein Gefährte süchtig war (da ich grossteils Nachtdienst hatte). Und dann wollte ich es eigentlich nicht wahrhaben, dass der Mensch den ich liebte pro Woche fast 3 Liter Cognac trank und das zu Hause. Was unterwegs oder in der Firma getrunken wurde, blieb mir ja verborgen.
Dann kam die Aussprache >>ja ich gehe auf Entzug<< fest versprochen!! Das hörte ich mindestens zwei bis drei mal in der Woche. Zwei Jahre lang.

Und dann kamen plötzlich diese Agressionen, die mir das  Schlussmachen irgendwie erleichterten. Jahrelang stellt sich mir die Frage, war es richtig ihn zu verlassen? Heute sage ich ja, denn er wäre niemals auf Entzug gegangen.
Vier Jahre nach der Trennung verstarb er und liegt heute in einem Armengrab.
 
Leider schaffen es viele nicht, von der Sucht loszukommen.
Voraussetzung dafür ist, das man selbst das ABSOLUT selbst will. Jede Hilfe von aussen kann falsch sein, weil sie hilft, sich so "durchzulavieren".

Eine zeitlang habe ich fast jeden Tag Alkohol getrunken, mal war es ein kühles Hefeweizen nach dem Sport, mal ein - zwei Glas Wein am Abend. Ist man so konditioniert, dass man das Mass verliert oder Alkohol zur Entspannung einfach notwendig wird, sollte man sich schon hinterfragen, ob das der richtige Weg ist. Aber ich erzähle hier, was eigentlich jeder weiß.
@ froggy

Darf ich zu deinem Eingangsvotum ergänzen - das ganz genaue Packet müsste ich in meiner Al-Anonliteratur nachlesen - , dass der Co all diese "wunderbaren" Eigenschaften ohne offensichtliches Suchtmittel wie Alkohol, Nikotin, Tabletten, Polytoxie oder was es immer ist schafft.

Auffälliger ist sehr oft der Co als der Abhängige, weil er - uneinsichtig in seine eigene Krankheit, genauso wie der Betroffene, den Betroffenen "trocken legen" will. Er kann durch mäckeln und Kritiksucht auffallen. Der Suchtmittelabhängige ist oft schon in der akuten krankheitsphase der gute Kumpel, der eine Runde ausgibt, während seine Frau zuhause zittert, wie sie die nächsten Rechnungen begleichen soll und vielleicht sogar selbst Geld verdient und ein nicht zu erfüllendes Paket von Leistungen an den Tag leg, weil die Situation hinter den vier Wänden längst aus dem Ruder gelaufen ist.

Beides Alkoholabhängigkeit und Coabhängigkeit können und das muss man erst einmal ertragen, zum Tod führen. Wie ich im andern Thread geschrieben habe, bekomme ich das grosse Heulen, wenn ich an den Jungen, meines Exfrreundes denke und sein Umfeld hat ihm den "Weg zum Tod breit gepflastert". - So habe ich es immer empfunden, mit meinem Wissen und täglichen üben im Al-Anonprogramm.

Al-Anon ist, soweit ich weiss, geschichtlich die älteste Selbsthilfegruppe für Angehörige von Alkoholikern, gegründet von den Frauen und oder Freundinnen der Gründungsmitglieder der Anonymen Alkoholiker.

Dies Selbsthilfegruppe ist was vom besten, was mir in meinem Leben begegnet ist. Das möchte ich nicht missen. Aber und für mich ist das ein grosses aber, die AA und Al-Anon Familiengruppen sind hierarchisch strukturiert und das widerspricht meinem Grundbedürfniss von Gleichberechtigung.

Daher meine Idee von Co-Moderation.
lioness

Daher meine Idee von Co-Moderation.

egal wie die Administration entscheidet, was ist schon ein Titel, bringe deine Erfahrungen einfach so ein wie bisher,so haben die Co´s auch Hilfe.
@ froggy

Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft hat schon verloren. 50+ wurde nicht Anfangs des 20. Jahrhunderts gegründet. Gib dieser Organisation die Chance moderner zu sein!

Fragen kostet nichts!

Wir schreiben das 21. Jahrhundert.
Wer ein Trinker ist braucht unbedingt Hilfe.
...wenn er das wünscht.

Die Angehörigen können lernen, ihn nicht mehr zu betüteln, damit er überhaupt eine Chance hat, die Konsequenzen seines Verhaltens kennen zu lernen........ Beim gemeinsamen Geldbeutel finde ich die nötige Gelassenheit fast unmöglich. Beim spriessenden Unkraut im Garten ist es extrem schwierig, aber ich kann auf meine Fingerlein sitzen, auch wenn ich leide....

Hilfe im wörtlichen Sinn brauchen alle: Das Umfeld und der alkoholkranke Mensch.