Ich bin mir bei Bank- und Versicherungsangelegenheiten immer etwas unsicher. Man weiß nie so genau ob man das richtige tut. Wenn die Vertreter dir etwas von ihren Produkten erzählen dann hört sich das auch immer gut und auch logisch an. Aber da ich da schon schlechte Erfahrungen gemacht habe bin ich seit dem immer etwas skeptisch.
Wenn man sich im Internet mal umguckt und sich die Bewertungen für einige Banken ansieht

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dann kommen einige davon nicht so gut weg. Natürlich muss man sich bei den Bewertungen genau ansehen was bemängelt worden ist, aber auf den ersten Blick sieht das natürlich nicht so gut aus.
wundervoll55 hat geschrieben: Ich verfolge dieses Forum jetzt schon einige Zeit.
Eigentlich herrscht hier Weltuntergangsstimmung.
Die Banken wollen unser Bestes-Geld-,die Berater sind alle schlecht,nur auf Profit aus. Die Wirtschaft bricht zusammen.Leg euer Geld unters Kopfkissen
Das ist ja schön und gut aber was macht Frau denn jetzt mit Ihrem Geld, wenn sie keine Ahnung von Geldanlagen hat.Irgendwie sind wir doch auf diese Banken und Berater angewiesen.
Wenn Ihr alle solche Profis seit, was Geldanlage betrifft, dann gebt mir mal ein Tipp wie ich richtig Kasse machen kann.
Gruß aus dem sonnigen Süden

Ich lege das Geld auf keiner Bank an in keine Versicherung und in keinen Börsenabhängigen Fond
sondern in deutsche Unternehmen, die hier Arbeitsplätze schaffen übersichtlich und durchschaubbar und vor allen DingBankenunabhängig und habe nirgendwo weniger wie 4% fest und garantierten Zins meistens 6%.
Wo darf ich hier nicht sagen sons mache ich Werbung und das ist hier verboten
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Ich lege das Geld auf keiner Bank an in keine Versicherung und in keinen Börsenabhängigen Fond
sondern in deutsche Unternehmen, die hier Arbeitsplätze schaffen übersichtlich und durchschaubbar und vor allen DingBankenunabhängig und habe nirgendwo weniger wie 4% fest und garantierten Zins meistens 6%.
Wo darf ich hier nicht sagen sons mache ich Werbung und das ist hier verboten[/quote]

Du bist ja eine ganz schlaue. :|
Klar, denn ich habe erkannt daß Resignation und auf Politiker schimpfen und das System erkennen alleine nichts verändert, sondern wir müssen was tun damit sich was verändert.
Wenn Du aber glaubst ich hätte die Hoffnung daß hier jemand nachfragt, dann irrst Du Dich, die Hoffnung habe ich längst aufgegeben.
wundervoll55 hat geschrieben: Ich verfolge dieses Forum jetzt schon einige Zeit.
Eigentlich herrscht hier Weltuntergangsstimmung.
Die Banken wollen unser Bestes-Geld-,die Berater sind alle schlecht,nur auf Profit aus. Die Wirtschaft bricht zusammen.Leg euer Geld unters Kopfkissen
Das ist ja schön und gut aber was macht Frau denn jetzt mit Ihrem Geld, wenn sie keine Ahnung von Geldanlagen hat.Irgendwie sind wir doch auf diese Banken und Berater angewiesen.
Wenn Ihr alle solche Profis seit, was Geldanlage betrifft, dann gebt mir mal ein Tipp wie ich richtig Kasse machen kann.
Gruß aus dem sonnigen Süden

Ich kann diese pessimistische Haltung allerdings auch nicht teilen. Einige Banken haben in den vergangenen Jahren sicherlich viel Mist gebaut. Da wurde spekuliert und Geld veruntreut. Und ja, die Weltwirtschaftslage sieht nicht berauschend aus. Doch letztlich sind die Menschen immer noch selber für ihr Erspartes verantwortlich, also wo sie es investieren, zu welcher Bank sie gehen und sich beraten lassen, in welche Aktien, Wertpapiere, Anlagen und Immobilien sie investieren, usw. Wer sich etwas aufschwatzen lässt, weil er sich vorab nicht ausreichend informiert oder sich die falschen Gesprächspartner sucht, der kann ja nur auf die Nase fallen.
Ich sage ganz ehrlich: Ich bin mit meinen Geldanlagen zufrieden und die Vermögensberater von der Sparkasse haben mich immer gut beraten. Ich gehe wenige Risiken ein, schiele nie nur auf hohe Renditen, habe in nichts investiert, was wie eine Seifenblase zerplatzen könnte, und setze auf eine breite Streuung, so dass ein Verlust, wenn er denn mal auftritt, durch die restlichen Zinsen gedeckt werden kann.
Jedoch bin ich etwas skeptisch, weil nun die Jahre lange Beraterin meines Vertrauens fortgezogen ist und durch einen sehr jungen Mann ersetzt werden wird. Wenn dann so ein Bübchen im Kommunionsanzug, der gerade seinen Uni-Abschluss in der Tasche hat, mir etwas von sicheren Investitionen erzählen will und im Gespräch noch sehr nervös wirkt, dann bin ich natürlich schon etwas vorsichtig und sage auch nicht gleich zu allem sofort "hurra!".
Duerrenmatt hat geschrieben:
wundervoll55 hat geschrieben: Ich verfolge dieses Forum jetzt schon einige Zeit.
Eigentlich herrscht hier Weltuntergangsstimmung.
Die Banken wollen unser Bestes-Geld-,die Berater sind alle schlecht,nur auf Profit aus. Die Wirtschaft bricht zusammen.Leg euer Geld unters Kopfkissen
Das ist ja schön und gut aber was macht Frau denn jetzt mit Ihrem Geld, wenn sie keine Ahnung von Geldanlagen hat.Irgendwie sind wir doch auf diese Banken und Berater angewiesen.
Wenn Ihr alle solche Profis seit, was Geldanlage betrifft, dann gebt mir mal ein Tipp wie ich richtig Kasse machen kann.
Gruß aus dem sonnigen Süden

Ich kann diese pessimistische Haltung allerdings auch nicht teilen. Einige Banken haben in den vergangenen Jahren sicherlich viel Mist gebaut. Da wurde spekuliert und Geld veruntreut. Und ja, die Weltwirtschaftslage sieht nicht berauschend aus. Doch letztlich sind die Menschen immer noch selber für ihr Erspartes verantwortlich, also wo sie es investieren, zu welcher Bank sie gehen und sich beraten lassen, in welche Aktien, Wertpapiere, Anlagen und Immobilien sie investieren, usw. Wer sich etwas aufschwatzen lässt, weil er sich vorab nicht ausreichend informiert oder sich die falschen Gesprächspartner sucht, der kann ja nur auf die Nase fallen.
Ich sage ganz ehrlich: Ich bin mit meinen Geldanlagen zufrieden und die Vermögensberater von der Sparkasse haben mich immer gut beraten. Ich gehe wenige Risiken ein, schiele nie nur auf hohe Renditen, habe in nichts investiert, was wie eine Seifenblase zerplatzen könnte, und setze auf eine breite Streuung, so dass ein Verlust, wenn er denn mal auftritt, durch die restlichen Zinsen gedeckt werden kann.
Jedoch bin ich etwas skeptisch, weil nun die Jahre lange Beraterin meines Vertrauens fortgezogen ist und durch einen sehr jungen Mann ersetzt werden wird. Wenn dann so ein Bübchen im Kommunionsanzug, der gerade seinen Uni-Abschluss in der Tasche hat, mir etwas von sicheren Investitionen erzählen will und im Gespräch noch sehr nervös wirkt, dann bin ich natürlich schon etwas vorsichtig und sage auch nicht gleich zu allem sofort "hurra!".


Hallo Duerrenmatt
so sehe ich das auch.... 
Ich hatte mal ein Buch geschrieben..... aber dann nie veröffentlicht....
nachstehend aber einiges, - was gut zum Thema passt.... :-)


Werden Banken jemals ehrliche Beratung liefern?
Stellen Sie sich vor, - Sie müssten eine Bank leiten. Sie wären der Vorstand der Bank. Ihre Bank ist mit ca. 20 Filialen im ganzen Landkreis vertreten. Ihr Privileg – Kundennähe. Sie achten sicher darauf, auf was die Kunden auch achten: Ihre Mitarbeiter müssen freundlich sein, die Filialen müssen ordentlich und gepflegt aussehen. Ihre Mitarbeiter müssen gut geschult und loyal zum Arbeitgeber sein. All dies möchten alle Bankvorstände. Sie haben ca. 500 Mitarbeiter. Jeder will am Monatsende natürlich seinen Lohn erhalten. Bisher waren alle Dorfbewohner eigentlich auch Ihre Kunden. Dass das Giro-konto natürlich Geld kostet, war Ihren Kunden immer bewusst. Dass es einen Unterschied gibt zwischen Sparzinsen und Darlehenszinsen ist Ihren Kunden auch immer bewusst gewesen. Sie zahlen natürlich nur so viel Zinsen, wie es am Markt üblich ist. Letztendlich wollen Sie ja Geld erwirtschaften um Ihre Mitarbeiter bezahlen zu können.

Plötzlich – wir machen einen kleinen Zeitsprung - bricht das Internetzeitalter an. Manche Kunden kommen auf Sie zu, mit einer Annonce einer anderen Bank. Die hat Ihren Sitz in Nürnberg. Ihr Institut ist aber im Umkreis von Hannover ansässig. Der Kunde möchte so viel Zinsen wie diese Bank bezahlt. Das ist 1 Prozent mehr. Andere Kunden kommen auf Sie zu, sie haben kostenlose Giro-Konten gefunden. Die einzelnen Kunden würden sich pro Monat 5 – 10 Euro sparen. Natürlich sitzen die Menschen auch zu Hause und suchen nach Einsparpotenzial. Schließlich hat der Haushaltsvorstand auch schon seit Ewigkeiten keine Lohnerhöhung mehr erhalten. Und wenn doch mal 1,5 % Lohnaufschlag war, so hat es der Staat durch höhere Beiträge in die Rentenkasse oder die Krankenkasse geschluckt. Es verwundert niemanden, dass den Discountern so viel Umsatzzuwachs gelingt. Der weitaus größte Teil der Deutschen ist nun einmal verpflichtet, seine Ausgaben den reduzierten Einnahmen anzupassen.

Gut. Verbleiben wir bei Ihrer Bank. Es kommen immer häufiger, vor allem natürlich die jungen Menschen auf Sie zu und wollen andere Konditionen haben. Weil eben die Bank im Internet diese Konditionen anbietet. Sie (die Bank) erklärt nun den Kunden ausführlich, dass diese Internetbanken mit wesentlich weniger Kosten arbeiten. Kontoeröffnungen macht man selbst am Computer, kein Umtausch von Währungen usw. - die Liste ließe sich noch um vieles verlängern. Die Internetbank bietet keinen Geldausgabeautomaten an. Sie kann den Kunden auch nicht umfassend beraten, - denn dann müsste die Internetbank, die genaue Situation jedes einzelnen Kunden kennen. Die Bank am Ort kennt Sie, - Sie kennt die Eltern, die Geschwister, Sie weiß ob Sie in Miete wohnen oder noch im Elternhaus usw. Dies können wichtige Argumente in der Geldanlage sein. Die steuerliche Situation ebenso. Dennoch: Der Kunde will anstatt 2 % für den Sparbrief 3 % haben – bei 50.000 € reden wir hier um 500 € Mehrertrag für den Kunden. Letztendlich wird das Geld verloren gehen für die Bank. Bei jungen Kunden verschwinden die Girokonten. Die Bank, die 500 Mitarbeiter jeden Monat bezahlen muss, verliert jede Woche einige Kunden, - an Internetbanken. Manchmal bleiben die Girokonten bei der Bank, - wegen der guten Beratung. Aber die Geldanlagen werden woanders vorgenommen. Manchmal werden die Girokonten verlegt, aber ein kleines Sparbuch verbleibt bei der Bank, damit man sich auch mal als „Kunde“ beraten lassen kann. Die Abschlüsse finden dann freilich woanders statt.

Die Kunden, die der Bank treu bleiben, haben aber Sonderkonditionen erhalten. Die Zinsspanne in der Bank geht stark zurück. Früher hatte die Bank ca. 80 % seiner Erträge durch die Zinsunterschiede von Spareinlagen und Darlehenskonten erwirtschaftet. Heute sind es wohl weniger als 50 %. Früher hätte jeder Bauherr bei Ihrer Beraterbank seine Finanzierung abgeschlossen, - und Heute? Heute kommen die Bauwilligen nach wie vor in die Beraterbank um sich kostenlos beraten zu lassen. Dann, wenn die Bauwilligen wissen, was Sie genau brauchen, wenn Sie wissen, wie lange Sie Ihre Konditionen festschreiben lassen möchten, holen Sie sich noch Angebote von der Konkurrenz ein. Schließlich prüft man auch noch die Angebote im Internet. Es ist schon sehr komisch. Bei den Bankangelegenheiten zeigen sich die Menschen durchaus wechselwillig. Teilweise fühlen Sie sich sogar betrogen, von Ihrer Beraterbank – weil die Zinsen so stark von manchen Best-Preis-Angeboten abweichen. Plötzlich kommen auch noch andere Banken ins Spiel. Auch sie haben hohe Abflüsse. Sie inserieren jetzt auch in Ihrer Gegend, obwohl die Geschäftsstelle 20 km entfernt liegt. Aber diese Bank unternimmt auch alles um mit Sonderkonditionen wieder an Geldanlagen zu kommen. Jede Bank möchte schließlich auch noch Wachstum erzielen (das muss doch sein in einer Marktwirtschaft) Und das bei sinkenden Einnahmen der Bevölkerung. Sie erkennen nun als Vorstand der Bank dass Ihre Kundenanzahl richtig rückläufig ist. Vor allem schmerzen die Abflüsse der großen Guthaben. Sie suchen nach einer Alternative. Leute entlassen? – natürlich!

Müssen alle Filialen wirklich bestehen bleiben? – 2 kleinere Filialen könnte man vielleicht ganz schließen, zumal der Nachbarort in 3 km nicht weit entfernt ist. Aber Sie verlieren weitere Gelder.
Sie brauchen eine neue Einnahmequelle. – Ja! - das muss die Lösung sein: Provisionserträge. Aber die sind auch rückläufig. Viele Kunden haben auch schon Ihre Depots zu den Internetbanken übertragen.

Es ist ein Teufelskreis. Immer weniger Kunden – aber wie steigert man Erträge?

Eine letzte Lösung: Wir müssen die noch verbliebenen Kunden besser versorgen. Die Kunden mit nur einem Produkt in unserem Hause, - das kann nicht sein. Es werden Listen erstellt. Kunden ohne Girokonten. Volljährige Kunden mit Gehaltseingang aber ohne Dispo-Kredit – Gehaltseingang aber ohne Riester-Vertrag. Volljährige Kunden ohne Lebensversicherungs-abbuchungen. Die Mitarbeiter haben sowieso mehr Zeit als früher, schließlich sind einige Kunden nicht mehr in unserem Hause. Was liegt da näher, als Listen zu entwerfen? Der Computer kann alles auswerfen. Eine beliebte Liste: Kunden ohne Freistellungsauftrag. Klar, - wer keinen Freistellungsauftrag bei der Bank hat, - der hat sein Guthaben bei einer anderen Bank. Jetzt muss die Bank versuchen, ein gut verzinstes Wertpapier auf den Markt zu bringen – dann kann man die verlorenen Kunden vielleicht auch wieder zurückholen.
Mal schauen, welche CDS bietet unsere Zentrale momentan an?

So giftig die Papiere auch sein mögen, - Sie stellen eine echte Alternative dar, - um verlorene Gelder wieder in die Bank zurückzubekommen. Denn selbst bei den CDS-Anlagen hören sich manche Wertpapiere wirklich gut an. Insofern ist es auch verständlich, dass diese CDS-Papiere weiterhin produziert und beworben werden. „Die Papiere werden rege nachgefragt“ heißt es dann von Bankseite. Ich jedoch behaupte: Diese Papiere werden rege angeboten!

Vielleicht verstehen Sie nun, wenn Sie in die Bank hinein gehen, warum manch ein Berater Ihnen sogleich etwas „Neues“ vorstellen möchte. Der Berater denkt nur noch in Produkten, was könnte ich Frau Maier zeigen, - was hat Hr. Müller noch nicht angeboten bekommen. Es wird ihm so eingetrichtert. Eigentlich merkt man erst mit einem gewissen Abstand, wie man seinen Beruf, seiner (erzwungenen) Loyalität ausgeliefert war. Ich war gerne ein Loyaler Mitarbeiter, aber die letzten Jahre hatte es nichts mehr mit Loyalität zu tun. Die Berater wurden vergewaltigt - trotz Anzug. Ob dies das Konzept der Zukunft ist? Ich weiß es nicht – jedenfalls ist es das aktuelle Konzept der Beraterbanken.



:roll: :roll: :roll: :roll: :roll: :roll: :roll: :roll: :roll: :roll: :roll: :roll: :roll: :roll: :roll: :roll: :roll:





Hier noch eine kleine Anekdote am Rande!

Ich sitze in der Bank in meinem Büro. Die Tür steht halb offen. Ein junger Mann kommt die Treppe hoch, - ich kenne ihn noch nicht. Aber er ist wohl Auszubildender und er steuert direkt auf mein Büro zu. Er wurde mir gestern nicht vorgestellt, ich hatte wohl gerade eine Kundenbesprechung. Ich dachte, - er will sich mir jetzt vorstellen. Mit dem Kopf schaut er herein, ob nicht doch ein Kunde hier sitzt: „Guten Morgen Hr. Donsch63“ er kommt herein und reicht mir seine Hand. „was machen die Wertpapiergeschäfte?“ fragte er mich, - anstatt mir seinen Namen zu nennen. Ich war wohl ein wenig verblüfft. Sollte ich jetzt schon den Azubis meine Geschäftsentwicklung übermitteln. Letztendlich stellte sich der junge Mann mir doch noch vor. Ein kleiner Small-Talk folgte, - dennoch ließ er nicht los, er wollte nach wie vor wissen, wie es geschäftlich lief. Ich nannte ihm meine jüngsten Erfolge.
Am nächsten Tag telefonierte ich mit meiner Kollegin aus einem anderen Marktbereich. Man tauscht schon gerne mal seine Meinung über dieses oder jene Thema aus. Sie ist auch im Wertpapierbereich tätig. Ich erzählte Ihr von unserem neuen wissbegierigen Azubi. Sie lachte. „Ich kann dir sagen, was in seinem Kopf kreist“ – „Erzähl“ jetzt wurde ich neugierig. Was konnte meine Kollegin wissen, was mir entgangen war. Sie erzählte mir: „Letzte Woche war der junge Mann bei uns im Team. Er war auch das erste Mal in der Zahlenbesprechung mit dem Vorstand mit dabei.“ Dieses Theater findet quartalsweise statt. Die Wertpapierberater haben noch eine zusätzliche Impfung – diese aber pro Monat. Sie erzählte weiter, dass der Vorstand den Azubis (2 junge Azubis waren anwesend) erklärte: „Es liegt an den Wertpapierleuten, an deren Erträgen, ob wir unsere Azubis dieses Jahr übernehmen können oder nicht.“ Er macht also selbst vor den Auszubildenden nicht halt. Klar, haben die jetzt allesamt Ängste um ihren Arbeitsplatz.
Es gibt hierzu viele kleine Geschichten, wie immer wieder Druck aufgebaut werden soll. Es gibt wohl kaum eine Branche, wo die Manager so kaltblütig sind. Bankkaufleute sind bei den Nervenärzten hoch angesehen. – Sind sie doch die Berufsgruppe mit dem meisten Zuwachs.
SIEVERI hat geschrieben: ....Spaß beiseite.

Die Bankberater stehen immens unter Druck und müssen verkaufen.
Bei meinen Entscheidungen steht (in meinem Alter) Sicherheit an erster Stelle.
Aber, es ist nicht leicht, die richtigen Entscheidungen zu treffen und Fehlentscheidungen habe auch ich mir geleistet.
:(


Ich bin/war Banker. Und mein geflügelter Spruch zu Kunden wenn die Aktienprognosen wissen wollten war: "Wenn auch nur einer von uns wirklich wüsste wie man mit Aktien reich wird würde der sicher nicht mehr hier arbeiten".
Als ich anfing in der Bank war der Bankerjob noch seriös, auch Aktien berechenbar (zumindest innerhalb von Grenzen), dann wurde der Kapitalmarkt liberalisiert (wollten ja alle so einschließlich der Wähler) und wir wiederholen alle Fehler die zu Beginn des 20 Jahrhunderts zum schwarzen Freitag und in Folge zum 2. Weltkrieg geführt haben.
Nun regulieren nicht mehr wir den Kapitalmarkt sondern der uns.
Und wie gut eine Bankberatung ist hängt vom Banker ab den ihr fragt. In Filialen sind Gute aber gar nicht zu finden. Und wenn jemand eine gute Beratung zu Wertpapieren haben will dann muss er entweder einen Going public Manager fragen (und hoffen das der ehrlich antwortet) oder eine Riskmanager. Wenn Ihr eine gute langfristige Anlage wollt dann geht mit den Empfehlungen des "Wertpapierberaters" zu einem Kreditriskomanager und fragt den in welcher Höhe ihr diese Papiere als Sicherheit für einen Kredit heranziehen könnt. Nach dessen Antwort wisst ihr wie viel die Papiere taugen würden. Denn ich hab immer wieder fassungslose Kunden erlebt die bei dem Kumpel am Stammtisch der Wertpapierberater ist Wertpapiere gekauft haben die angeblich 100% sicher sind und ich ihnen dann erklären musste das die Bank diese als wertlos als Besicherung ansieht. In dem Sinne, schönen Abend :)
lisasunshine hat geschrieben: Wenn Ihr eine gute langfristige Anlage wollt dann geht mit den Empfehlungen des "Wertpapierberaters" zu einem Kreditriskomanager und fragt den in welcher Höhe ihr diese Papiere als Sicherheit für einen Kredit heranziehen könnt. Nach dessen Antwort wisst ihr wie viel die Papiere taugen würden.


Hallo zusammen,

bin neu hier und finde es gut, dass es auch ein solches Forum hier gibt.
Die zitierte Idee von lisasunshine ist Klasse, gerade wenn es sich um den angeblich todsicheren Tipp handelt...Und man fragt sich wirklich immer wieder, warum die selbsternannten Experten immer noch jeden Montag aufs Neue im ungeliebten Job antreten müssen, obwohl der Mega-Durchbruch schon gefühlte tausendmal unmittelbar bevorstand :lol:
Ich denke, dass Aktien und andere Risikoanlagen wie z.B. Gold und Silber auch in der Vermögensplanung von Normalverdienern ein Rolle spielen sollten. Wer sich damit ein wenig beschäftigt und bereit ist aus Fehlern zu lernen, kann damit auf jeden Fall dauerhaft Erträge über der Inflationsrate erzielen....Wer sich aber zum Ziel setzt, schnell den großen Reibach zu machen wird noch schneller auf die Nase fliegen, weil er dann Risiken eingeht, die er nicht versteht...außer er hat extremes Glück...
Und noch schlimmer sind diese ganzen strukturierten Produkte, bei dem die Chancen des Kapitalmarktes versprochen werden bei gleichzeitiger Ausschaltung der Risiken....Es gibt keine Quadratur des Kreises :!: und trotzdem fallen immer wieder viele auf diese Versprechen herein....und das sind nicht die Doofsten....sondern nur solche, die gern die Verantwortung an den scheinbar vertrauenswürdigen Bankberater abgeben wollten...
Ich bin da auch mal fast reingefallen, bei einem als sicherheitsorientiert eingestuften Altersvorsorgeprodukt....ich habs dann beim Studium des Wertpapierprospekts geschnallt und ein paar Wochen später haben Finanztest und WISO explizit vor dem Produkt gewarnt...
Seither mache ich mich selbst schlau und nehme nicht mehr die Dienste von Bankberatern in Anspruch...und obwohl ich da auch Fehler gemacht habe, habe ich diese Entscheidung nie bereut :D
Wünsche allen einen schönen Sonntag
Chandoo hat geschrieben:
lisasunshine hat geschrieben: Wenn Ihr eine gute langfristige Anlage wollt dann geht mit den Empfehlungen des "Wertpapierberaters" zu einem Kreditriskomanager und fragt den in welcher Höhe ihr diese Papiere als Sicherheit für einen Kredit heranziehen könnt. Nach dessen Antwort wisst ihr wie viel die Papiere taugen würden.


Hallo zusammen,

bin neu hier und finde es gut, dass es auch ein solches Forum hier gibt.
Die zitierte Idee von lisasunshine ist Klasse, gerade wenn es sich um den angeblich todsicheren Tipp handelt...Und man fragt sich wirklich immer wieder, warum die selbsternannten Experten immer noch jeden Montag aufs Neue im ungeliebten Job antreten müssen, obwohl der Mega-Durchbruch schon gefühlte tausendmal unmittelbar bevorstand :lol:
Ich denke, dass Aktien und andere Risikoanlagen wie z.B. Gold und Silber auch in der Vermögensplanung von Normalverdienern ein Rolle spielen sollten. Wer sich damit ein wenig beschäftigt und bereit ist aus Fehlern zu lernen, kann damit auf jeden Fall dauerhaft Erträge über der Inflationsrate erzielen....Wer sich aber zum Ziel setzt, schnell den großen Reibach zu machen wird noch schneller auf die Nase fliegen, weil er dann Risiken eingeht, die er nicht versteht...außer er hat extremes Glück...
Und noch schlimmer sind diese ganzen strukturierten Produkte, bei dem die Chancen des Kapitalmarktes versprochen werden bei gleichzeitiger Ausschaltung der Risiken....Es gibt keine Quadratur des Kreises :!: und trotzdem fallen immer wieder viele auf diese Versprechen herein....und das sind nicht die Doofsten....sondern nur solche, die gern die Verantwortung an den scheinbar vertrauenswürdigen Bankberater abgeben wollten...
Ich bin da auch mal fast reingefallen, bei einem als sicherheitsorientiert eingestuften Altersvorsorgeprodukt....ich habs dann beim Studium des Wertpapierprospekts geschnallt und ein paar Wochen später haben Finanztest und WISO explizit vor dem Produkt gewarnt...
Seither mache ich mich selbst schlau und nehme nicht mehr die Dienste von Bankberatern in Anspruch...und obwohl ich da auch Fehler gemacht habe, habe ich diese Entscheidung nie bereut :D
Wünsche allen einen schönen Sonntag

++++
mein credo ist immer : es wird einem nicht´s geschenkt. wenn immer nur von super-toll gesprochen wird und nur so kleinlaut am rand, dass evtl. ein risiko bestehen könnte, lass ich die finger davon.
Duerrenmatt hat geschrieben:
wundervoll55 hat geschrieben: Ich verfolge dieses Forum jetzt schon einige Zeit.
Eigentlich herrscht hier Weltuntergangsstimmung.
Die Banken wollen unser Bestes-Geld-,die Berater sind alle schlecht,nur auf Profit aus. Die Wirtschaft bricht zusammen.Leg euer Geld unters Kopfkissen
Das ist ja schön und gut aber was macht Frau denn jetzt mit Ihrem Geld, wenn sie keine Ahnung von Geldanlagen hat.Irgendwie sind wir doch auf diese Banken und Berater angewiesen.
Wenn Ihr alle solche Profis seit, was Geldanlage betrifft, dann gebt mir mal ein Tipp wie ich richtig Kasse machen kann.
Gruß aus dem sonnigen Süden

Ich kann diese pessimistische Haltung allerdings auch nicht teilen. Einige Banken haben in den vergangenen Jahren sicherlich viel Mist gebaut. Da wurde spekuliert und Geld veruntreut. Und ja, die Weltwirtschaftslage sieht nicht berauschend aus. Doch letztlich sind die Menschen immer noch selber für ihr Erspartes verantwortlich, also wo sie es investieren, zu welcher Bank sie gehen und sich beraten lassen, in welche Aktien, Wertpapiere, Anlagen und Immobilien sie investieren, usw. Wer sich etwas aufschwatzen lässt, weil er sich vorab nicht ausreichend informiert oder sich die falschen Gesprächspartner sucht, der kann ja nur auf die Nase fallen.
Ich sage ganz ehrlich: Ich bin mit meinen Geldanlagen zufrieden und die Vermögensberater von der Sparkasse haben mich immer gut beraten. Ich gehe wenige Risiken ein, schiele nie nur auf hohe Renditen, habe in nichts investiert, was wie eine Seifenblase zerplatzen könnte, und setze auf eine breite Streuung, so dass ein Verlust, wenn er denn mal auftritt, durch die restlichen Zinsen gedeckt werden kann.
Jedoch bin ich etwas skeptisch, weil nun die Jahre lange Beraterin meines Vertrauens fortgezogen ist und durch einen sehr jungen Mann ersetzt werden wird. Wenn dann so ein Bübchen im Kommunionsanzug, der gerade seinen Uni-Abschluss in der Tasche hat, mir etwas von sicheren Investitionen erzählen will und im Gespräch noch sehr nervös wirkt, dann bin ich natürlich schon etwas vorsichtig und sage auch nicht gleich zu allem sofort "hurra!".


Bitte verzeih, aber Deine Aussage Menschen sind selbst verantwortlich für ihre Veranlagungen und wem sie trauen ist zwar grundsätzlich theoretisch korrekt aber es ist nun mal so das viele gutgläubige unbedarfte Menschen für ihr Vertrauen bestraft werden weil über den Tisch gezogen. Und Banken sollten ihrer seriösen Pflicht der seriösen und korrekten Beratung nachkommen, was sie aber inzwischen teilweise bewusst nicht tun und das ist verwerflich.
Und zu Deinem Alt- und Neubetreuer .. kann ich nur sagen es gibt eine alte Banker-Weisheit: Schließe nie ein Geschäft ab das du nicht verstehst. Klar sind "Jungberater-Frischlinge" noch naiv und leicht zugänglich für Gehirnwäsche die von oben kommt (zeigt ja auch die Geschichte) aber ich habe auch "Altbetreuer" erlebt die zwar beliebt bei den Kunden waren weil das "Schulterklopfen" gut beherrscht aber unkorrekt in den Beratungen. Also jedes Geschäft genau hinterfragen, egal ob von Jung oder Altbekannt angeboten.
Der beste Berater für mich bin ich selbst denn ich kann mich im Internet über alles informieren und ich habe einen gesunden Menschenverstand.

Daher bin ich wahrscheinlich eine der wenigen die mit 30% Gewinn bei MEL ausgestiegen ist :lol:
Chandoo hat geschrieben:
lisasunshine hat geschrieben: Wenn Ihr eine gute langfristige Anlage wollt dann geht mit den Empfehlungen des "Wertpapierberaters" zu einem Kreditriskomanager und fragt den in welcher Höhe ihr diese Papiere als Sicherheit für einen Kredit heranziehen könnt. Nach dessen Antwort wisst ihr wie viel die Papiere taugen würden.


Hallo zusammen,

bin neu hier und finde es gut, dass es auch ein solches Forum hier gibt.
Die zitierte Idee von lisasunshine ist Klasse, gerade wenn es sich um den angeblich todsicheren Tipp handelt...Und man fragt sich wirklich immer wieder, warum die selbsternannten Experten immer noch jeden Montag aufs Neue im ungeliebten Job antreten müssen, obwohl der Mega-Durchbruch schon gefühlte tausendmal unmittelbar bevorstand :lol:
Ich denke, dass Aktien und andere Risikoanlagen wie z.B. Gold und Silber auch in der Vermögensplanung von Normalverdienern ein Rolle spielen sollten. Wer sich damit ein wenig beschäftigt und bereit ist aus Fehlern zu lernen, kann damit auf jeden Fall dauerhaft Erträge über der Inflationsrate erzielen....Wer sich aber zum Ziel setzt, schnell den großen Reibach zu machen wird noch schneller auf die Nase fliegen, weil er dann Risiken eingeht, die er nicht versteht...außer er hat extremes Glück...
Und noch schlimmer sind diese ganzen strukturierten Produkte, bei dem die Chancen des Kapitalmarktes versprochen werden bei gleichzeitiger Ausschaltung der Risiken....Es gibt keine Quadratur des Kreises :!: und trotzdem fallen immer wieder viele auf diese Versprechen herein....und das sind nicht die Doofsten....sondern nur solche, die gern die Verantwortung an den scheinbar vertrauenswürdigen Bankberater abgeben wollten...
Ich bin da auch mal fast reingefallen, bei einem als sicherheitsorientiert eingestuften Altersvorsorgeprodukt....ich habs dann beim Studium des Wertpapierprospekts geschnallt und ein paar Wochen später haben Finanztest und WISO explizit vor dem Produkt gewarnt...
Seither mache ich mich selbst schlau und nehme nicht mehr die Dienste von Bankberatern in Anspruch...und obwohl ich da auch Fehler gemacht habe, habe ich diese Entscheidung nie bereut :D
Wünsche allen einen schönen Sonntag



nein - "todsichere" Tipps gibt es nicht....
ich bin grad im Urlaub und hab meine Boersenseite angeschaut - nachdem vorhin die Amis angefangen haben.....

das ist etwas, was mir Spass macht......wem die Boerse keinen Spass macht - der soll lieber sein Geld unter die Matratye legen.....

mit meinen Aktien (und den Dividenden) finanyiere ich meinen Urlaub, bessere meine Rente auf und komme finanyiell mit meiner halben Stelle klar..... 
nur Spass muss es halt machen - jeden Tag yu gucken..... :wink:  
Ich mag sie auch die Spannung und jeder, der sich aufs Parkett wagt, muss bereit sein, auch mal eine Fehleinschätzung auszuhalten....und informieren tue ich mich auch nur übers Internet...Es ist gar nicht so schlimm, wenn man mal einen Verlust einfährt....Kostolany meinte dazu:

"Macht nix, wenn ich 49 mal daneben liege, solange ich 51 mal richtig liege." :D

Was mich ärgert ist, was die Banken mit den von ihnen als A&D-Kunden Titulierten Klienten (alt&doof) abziehen...Mein Vater war zeitlebens sehr clever in Gelddingen, aber was die ihm in den letzten Jahren noch alles angedreht haben, als er blind und krank war, macht mich unglaublich wütend.....Die vermeintlich besser rentierlichen Staatsanleihen waren Bankanleihen....die Gelddruckmaschine Immobilienfonds wurde geschlossen und wird heute an der Börse für die Hälfte des ausgewiesenen Wertes gehandelt und der Gipfel war eine Private Equity Beteiligung, wo er ab dem Jahr 2024 sicher sein kann, dass er ausgeschüttetes Kapital nicht wieder zurückzahlen muss.....nur ist mein Vater schon 2010 verstorben :roll:
Da habe ich lange Zeit überlegt, ob ich mich der laufenden Strafanzeige gegen den Vorstand dieser sehr seriös tuenden Bank wegen gewerbsmäßigen Betrugs nicht anschließen soll :evil:
Chandoo hat geschrieben: Ich mag sie auch die Spannung und jeder, der sich aufs Parkett wagt, muss bereit sein, auch mal eine Fehleinschätzung auszuhalten....und informieren tue ich mich auch nur übers Internet...Es ist gar nicht so schlimm, wenn man mal einen Verlust einfährt....Kostolany meinte dazu:

"Macht nix, wenn ich 49 mal daneben liege, solange ich 51 mal richtig liege." :D

Was mich ärgert ist, was die Banken mit den von ihnen als A&D-Kunden Titulierten Klienten (alt&doof) abziehen...Mein Vater war zeitlebens sehr clever in Gelddingen, aber was die ihm in den letzten Jahren noch alles angedreht haben, als er blind und krank war, macht mich unglaublich wütend.....Die vermeintlich besser rentierlichen Staatsanleihen waren Bankanleihen....die Gelddruckmaschine Immobilienfonds wurde geschlossen und wird heute an der Börse für die Hälfte des ausgewiesenen Wertes gehandelt und der Gipfel war eine Private Equity Beteiligung, wo er ab dem Jahr 2024 sicher sein kann, dass er ausgeschüttetes Kapital nicht wieder zurückzahlen muss.....nur ist mein Vater schon 2010 verstorben :roll:
Da habe ich lange Zeit überlegt, ob ich mich der laufenden Strafanzeige gegen den Vorstand dieser sehr seriös tuenden Bank wegen gewerbsmäßigen Betrugs nicht anschließen soll :evil:



wem sagst du das - doch vergiss es:
wir sind damals mit der Sammelklage (Immobilienfonds) gegen die Bank nicht durchgekommen....

seitdem ich damals mein Lehrgeld bezahlt hatte, habe ich nie mehr eine Bankberatung in Anspruch genommen......
und sogar vor einiger Zeit dem Filialleiter meiner Bank dringend vom Kauf von Commerzbank-aktien abgeraten..... :lol:  (ich hoffe er hat es beherzigt)
cron